Schlechtes Blut

Version française

Schlechtes Blut

Langue : allemand, avec refrain en anglais
Texte : Paroles originales

Schlechtes Blut, de l’album I Am Bad, transforme une parole de condamnation en affirmation de dignité. Le texte oppose les injonctions à la discrétion, à l’ordre et à la respectabilité à un corps qui choisit de rester visible, de danser et de se nommer. Nollendorfplatz, Cologne et Kreuzberg inscrivent cette résistance dans un paysage queer allemand, tandis que la référence à l’article 1 rappelle que la dignité ne devrait pas rester un principe abstrait. Ici, la fierté naît du refus de se faire petit pour être toléré.

English Version

Schlechtes Blut

Language: German, with an English refrain
Text: Original lyrics

Schlechtes Blut, from the album I Am Bad, turns a language of condemnation into a claim to dignity. Demands for discretion, order, and respectability are set against a body that chooses visibility, movement, and its own name. Nollendorfplatz, Cologne, and Kreuzberg place this resistance within a distinctly German queer landscape, while the reference to Article 1 insists that dignity must be lived, not merely written. Pride here is not invulnerability, but the refusal to make oneself smaller in order to be accepted.

한국어 버전

Schlechtes Blut

언어: 독일어, 영어 후렴 포함
가사: 오리지널 가사

앨범 I Am BadSchlechtes Blut은 비난의 언어를 존엄의 선언으로 바꾸는 노래다. 조용히 살고, 질서를 지키며, 눈에 띄지 말라는 요구에 맞서 화자는 몸과 춤, 그리고 자기 이름을 숨기지 않기로 선택한다. 놀렌도르프플라츠, 쾰른, 크로이츠베르크의 이미지는 이 저항을 독일의 구체적인 퀴어 공간에 놓고, 기본법 제1조에 대한 언급은 존엄이 종이 위의 문장이 아니라 실제 삶 속에서 보장되어야 함을 강조한다. 여기서 자긍심은 받아들여지기 위해 자신을 작게 만들지 않는 데서 시작된다.

Schlechtes Blut


I am bad, I am bad
Doch dieses Wort nimmt mir nicht mehr die Luft
I am bad, I am bad
Heute Nacht geh ich raus aus der Gruft

I am bad, I am bad
Nicht mehr leise, nicht mehr klein
I am bad, I am bad
Dieses Leben ist jetzt mein


Finger zeigen auf mich auf dem Boulevard
Schau mal seine Jacke, schau mal dieses Haar
Zu viel Glitzer, zu viel Haut, zu viel Licht
Zu viel Wahrheit in einem Gesicht

Sie sagen: „Wo ist da der Stolz?“
„Warum so laut, warum so grell?“
„Macht doch, was ihr wollt privat“
„Aber bitte nicht so schnell“

Sie reden von Anstand, sie reden von Maß
Von Ruhe im Haus und vom Nachbarschaftsgras
Von Ordnung, von Würde, von bürgerlichem Blick
Doch Würde ohne Körper bleibt nur Politik

Ich sage: Ja, ich bin zerbrechlich
Ich falle, ich zittere, ich bin nicht perfekt
Was ich die Woche lang verstecke
Trag ich heute wie Feuer direkt

Ich lebe nicht für euren Blick
Nicht für euer höfliches Schweigen
Wenn Anpassung heißt, langsam zu sterben
Dann werde ich tanzen und bleiben

I am bad, ja, ich sag es zuerst
Aus eurem Fluch mach ich meinen Vers
Mein Name lag in einem Zimmer aus Scham
Heute ruft der Bass, wer ich wirklich war


I am bad, I am bad
Doch ich bin nicht falsch geboren
I am bad, I am bad
Aus der Wunde wächst die Krone

I am bad, I am bad
Ich bin weich, doch ich steh hier
I am bad, I am bad
Ich tanze, ich liebe, ich lebe mit mir


I am bad, I am bad
Euer Etikett wird mein Thron
I am bad, I am bad
Aus der Narbe mach ich Gold

I am bad, I am bad
Ich atme nicht mehr unter der Erde
I am bad, I am bad
Sagt meinen Namen, damit ich werde


Ein verstecktes Leben ist ein langer Flur
Türen verschlossen, kein Fenster, keine Spur
Jeder Spiegel schaut an mir vorbei
Jede Liebe lebt mit Polizei

Man sagt: „Sei still, dann bist du sicher“
„Pass dich an, dann wird es leichter“
Doch welche Freiheit bleibt für mich
Wenn ich lügen muss, damit man mich erträgt?

„Okay, ich höre dich“
„Du bist, wer du bist“
Ein einfacher Satz
Kann retten, was zerbricht

„Okay, ich höre dich“
„Du bist, wer du bist“
Manchmal ist ein Satz
Mehr als jede Pflicht


Auf dem Schulhof sah ich Augen verschwinden
Ein sanftes Kind lernte, sich hart zu binden
Die Stimme brach, der Körper wurde fremd
Und alle sagten: „Werd endlich ein Mann“

Wir hatten keine Wörter dafür
Kein queer, kein trans, keine Theorie
Doch Kinder wissen manchmal klar
Dass kein Mensch ein Fehler war

Die Scham sagte: „Du bist nicht richtig“
Die Scham sagte: „Bleib unauffällig“
Die Scham sagte: „Mach dich klein“
„Dann darfst du vielleicht bei uns sein“

Doch ich schreibe diesen Satz jetzt neu
Ich war kein Irrtum, ich bleibe mir treu
Ich lerne noch, bei mir zu bleiben
Und meinen Namen großzuschreiben

Es gibt keine falschen Körper
Nur Blicke, die schneiden
Es gibt keine falsche Liebe
Nur Urteile, die leiden lassen

Stolz ist keine Medaille
Für die Starken ohne Riss
Stolz ist, wenn ein gebrochener Mensch
Seine Teile wieder küsst

Stolz ist nicht nur CSD und Konfetti
Nicht nur Wagen, Bass und Polizei
Stolz ist Nollendorfplatz bei Nacht
Wenn jemand sagt: Ich bin dabei

Stolz ist Köln am Rhein im Regen
Kreuzberg, Kiez und schweres Leben
Stolz ist ein Körper, der nicht mehr flieht
Auch wenn der zweite Blick ihn verrät

Artikel eins, Würde im Satz
Doch ich brauch sie hier, nicht nur auf Papier
In meiner Haut, in meinem Tanz
In meinem Namen, jetzt und hier

Ihr fragt: „Wo ist der Stolz
In diesem Lärm, in diesem Kleid?“
Er ist genau hier, in meinem Nein
Gegen eure Scham, gegen eure Zeit

I am bad, ja, ich sag es wieder
Doch dieses Wort ist kein Gefängnis mehr
Ihr habt es geschrieben wie ein Urteil
Ich trag es tanzend durch den Verkehr


I am bad, I am bad
Doch ich bin nicht falsch geboren
I am bad, I am bad
Aus der Wunde wächst die Krone

I am bad, I am bad
Ich bin weich, doch ich steh hier
I am bad, I am bad
Ich tanze, ich liebe, ich lebe mit mir

[Final Post-Hook]
I am bad, I am bad
Euer Etikett wird mein Thron
I am bad, I am bad
Aus der Narbe mach ich Gold

I am bad, I am bad
Ich atme nicht mehr unter der Erde
I am bad, I am bad
Sagt meinen Namen, damit ich werde


I am bad
Und doch existiere ich
I am bad
Und doch leuchte ich

I am bad
Und doch liebe ich
Heute Nacht versteck ich mich nicht
Dieses Leben gehört mir

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